Dolomiten / Südtirol

... das Traumziel zum Wandern

Südtirol fasziniert Kletter- und Wanderbegeisterte aus allen Ländern und Regionen, da die Wandermöglichkeiten unzählig sind und sowohl für erfahrene Wanderer, erprobte Kletterer als auch für Hobbywanderer etwas dabei ist. Wandern in Südtirol ist nicht nur eine einfache Freizeitaktivität, es ist ein einzigartiges Naturerlebnis.

Je nach Lust, Laune und Kondition kann man auf traumhaften Wanderwegen oder anspruchsvollen Höhenwegen die herrliche Bergwelt geniessen. Ganz vorn in der Gunst liegen die Dolomiten, die sowohl angenehme Almtouren bieten als auch schwierige, aber nicht minder schöne Kletterrouten bieten. Die schönsten Panoramablicke hat man z.B. in den Dolomiten, eine traumhafte unberührte Natur hingegen im Naturpark Texelgruppe oder im Naturpark Schlern.

Für uns ging es einfach nur ums Wandern in schönster Natur, Klettertouren waren von vornherein ausgeschlossen.

Seiseralm
Seiseralm
Seiseralm
Seiseralm

Wandern im Herbst - Der Herbst eignet sich hervorragend für Wanderungen durch die atemberaubende und vor allem in dieser Jahreszeit bunten Natur von Südtirol. Die Wandermöglichkeiten sind riesig groß und vor allem sehr abwechslungsreich. Von den vielen Wanderungen habe ich einige ausgesucht und nachstehend beschrieben. Für's erste sollte es reichen, wenn es die Zeit erlaubt können noch einige Wanderberichte dazu kommen.

Alle Touren wurden jeweils im September durchgeführt, weil aus Erfahrung in dieser Zeit gute Wetterbedingungen und traumhafte Sichtverhältnisse anzutreffen sind.

Seiser Alm

In sonnigen 1.800 bis 2.300 Metern Höhe findet sich am westlichen Eingangstor der Dolomiten eine der faszinierendsten Natur- und Kulturlandschaften. Sie gehört seit Juni 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Umgeben von gewaltigen Bergspitzwen, tiefen Tälern sowie weiten Wald- und Wiesenflächen liegt sie auf dem traumhaften Hochpateau des Schlerngebietes, die Seiser Alm.Oberhalb der Orte Kastelruth, Seis und Völs, eingerahmt von den Dolomiten-Gipfeln des Langkofel, Plattkofel, Schlern und Santner.

Langkofel und Plattkofel
Langkofel und Plattkofel

Die Seiser Alm ist der ideale Ort um Wanderungen in die höher gelegenen Bereiche zu starten. Will man nicht so hoch hinauf, so findet man auf der Ebene des Hochplateau des Naturpark Schlern viele weitere traumhafte Pfade und Wege.

Um gut und schnell zu den Ausgangspositonen zu kommen oder wenn man wieder zum Startpunkt zurück möchte sollte man sich die Mobilcard besorgen. Mit der Karte kann man kostengünstig, flexibel und einfach die Seilbahnen des Gebietes nutzen und mit dem Bus kommt man bestens hin und zurück.

Wanderung: Compatsch - Plattkofelhütte - Sella-Joch

Ausgangspunkt aller Wanderungen auf dem Hochplateau war der Ort Compatsch. Diesen erreicht man am besten mit der Seilbahn von Seis herauf.

Von Compatsch geht es nach Saltria. Zur zeitlichen Abkürzung gibt es zwischen diesen beiden Orten einen regelmäfigen Busverkehr, der durchaus empfehlenswert ist. Zu Fuß geht es über den Steger Weg [30] nach Saltria. Hier benutzen wir den Florian-Sessellift, der uns auf die ca. 400 m höher gelegene Williams-Hütte bringt, das erspart uns einen doch steilen Aufstieg und gut 1 1/2 Stunden Zeit. Wer hochsteigen möchte geht über den Stieg 7A hinauf.

Murmeltierhütte
Murmeltierhütte

Weiter geht's zur Zallinger Hütte, hat man diese passiert hält man sich links Richtung Murmeltier-Hütte. Die auf 2132m gelegene Murmeltierhütte lädt zu einer gemütlichen Einkehr ein. Dem Treiben der Murmeltiere zugeschaut und weiter geht es über einen Querweg zum Weg [9] der direkt zur auf 2300 m hoch gelegenen Plattkofelhütte führt.


Dolomiten
... der Friedrich-August-Weg

Die Schutzhütte liegt in ruhiger Lage und bietet ein herrliches Panorama inmitten einer wunderbaren Natur. Der traumhafte Ausblick läßt einen schwer los, aber es muß ja weiter gehen. Jetzt führt uns ein sehr schöner Wanderpfad, der Friedrich-August-Weg [557] bis zum Sella-Joch, unserem Tagesziel.


Auf halber Strecke wird eine Pause an der Sandro Pertini Hütte [2300m] eingelegt, das muß sein. Die Hütte liegt auf der Südseite der Langkofelgruppe mit herrlichem Blick auf die Dolomiten, den nordöstlichen Teil der Rosengartengruppe, die Sellagruppe und bietet dem Wanderer eine wunderbare Aussicht auf den Gletscher der Marmolata.

Weiter geht es bis zum Sella-Joch, ein Dolomitenpaß der sich auf 2242 m Meereshöhe befindet. Hier endet die Wanderung und es geht mit dem Bus zurück zum Ausgangsort.

Wanderung: Compatsch - Saltnerhütte - Schlernhütte - Tierser Hütte - Saltria

Mit der Seilbahn von Seis hinauf nach Compatsch. Auf den Wegen [10] und [5] geht es über das traumhafte Hochplateau zur Saltnerhütte[1850m].

Saltnerhütte
Saltnerhütte

An dieser Hütte heißt sich noch einmal aus zu ruhen, denn es beginnt hier der Aufstieg über den Pfad [5] zur Schlernhütte. Zuerst bei der Brücke über den Frötschbach und jetzt kann der eigentliche Aufstieg beginnen.

Schlernhaus
Schlernhaus

Der Weg, ein Touristensteig führt mäßig steil in weiten Kehren über latschenreiches und felsiges, aber nicht lockeres Gelände auf die Schlern-Hochfläche zum prachtvoll gelegenen Schlernhaus [2450m]. Oben angekommen, emfängt einen meistens ein doch kräftiger Wind und die geschützten Plätze im Außenbereich sind heiß begehrt.


Nach einer ausgiebigen Rast ging es weiter, eine Entscheidung mußte getroffen werden, entweder auf gleichen Weg zurück oder über den Weg [4] zur Tierser Hütte. Entschieden für den Weg zur Trieser Hütte.

Vom Schlernhaus kurz zurück, dann rechts ab, stets auf Weg [4] in meistens ebener oder ganz leicht ansteigender Wanderung über das Schlernplateau [2550 m] südostwärts unterhalb der Roterdspitze. Nun in Serpentinen, eine Stelle mit Halteseil, leicht abwärts auf engen Höhenweg, Abstimmung war von Nöten wenn Wanderer in Gegenrichtung passieren wollten. Auch das wurde geschafft und schließlich ging es auf guten Pfad unter den Roßzähnen die Hänge querend zur Tierser-Hütte [2440 m].

Dolomiten
.. auf dem Weg zur Tierser Hütte
Tierser Hütte
Tierser Hütte

Der Abstieg ging über die Forstwege[4 und 8], die führten schließlich zu einem Fahrweg der rechts am Almgasthof Tirler vorbei nach Saltria führt. Hier ist die Endstation der Busverbindung und mit dem letzten Bus ging es zurück nach Compatsch.

Wanderung: Puflatsch-Rundwanderung

Dieser Rundwanderweg bietet dem Wanderer ein herrliches Panorama: im Süden der Schlern und die Rosszähne, im Osten Marmolada und Sella, im Norden die Sarntaler Alpen und im Westen die Ortlergruppe.

Ausgangspunkt bei dieser Wanderung ist ebenfalls Compatsch. Über den Weg [14] geht's vorbei an der Alpi-Hütte Richtung Puflatschhütte die auf 1950 m liegt. Wer die Puflatschütte erst auf dem Rückweg ansteuern möchte geht schon vorher rechts ab und nimmt den Steig zur Aussichtsplattform [2119m]. Hier erwartet den Wanderer eine herrliche Rundumsicht.

Oberhalb beim Berggasthof Puflatsch sich die Engelsrast. dies ist eine Aussichtsplattform, die hervorragende Blicke auf die umliegenden Berge bietet. Die Engelsrast, auch als "Engelswarte" bekannt, wurde von einem Südtiroler Künstler geschaffen. In einer quadratischen Plattform befindet sich ein begehbares Rondell. Die Namen aller von der Engelsrast aus sichtbaren Berge sind mit ihren Höhenmeter in die Stahlplatte eingraviert. Und wer einmal zählt, wie viele Berge mindestens eine Höhe von 3.000 Metern haben, wird feststellen, dass von der Engelsrast aus 53 Dreitausender bewundern kann.

Fillnkreuz
Fillner Kreuz - Blick auf St. Ulrich im Grödnertal

Auf dem weiteren Weg zum Fillner Kreuz sollte man auf halber Strecke ein kleines Hinweisschild zu einer Almhütte beachten. Der Abstecher von ca. 300 m lohnt sich den der Almbauer und die Almbäuerin bieten dem Wanderer frische Milch und herrlichen Holundersaft an. Und das in absoluter Ruhe.

Wir wandern weiter auf versteckten Pfaden zum Fillner Kreuz, welches uns sagenhafte Ausblicke auf die ganze Seiser Alm, die umliegenden Dolomiten und auf St. Ulrich in dem traumhaften Grödner Tal bietet. Hier die Gelegenheit nutzen, eine Rast einlegen und den Blick in die Weite schweifen lassen.


Anschließend geht es weiter zum höchsten Punkt dieser Wanderung, dem Puflatsch mit seinen 2174 Höhenmetern und genießen auch hier die schöne Aussicht ins Grödnertal.

Hexenbänke
Hexenbänke

Es geht weiter und bald erreicht man die Hexenbänke, eine alte heidnischen Kultstätte, an der bis ins Mittelalter hinein Hexentänze stattgefunden haben sollen. Bei den Hexenbänken handelt es sich um gewaltige Säulen aus Augitporphyr. Die Form der Gesteine, sie sehen aus wie steinerne Sessel mit Lehne, haben den Hexenbänken ihren Namen gegeben. Ferner soll die Oberhexe mit ihren Zauberkünsten das Gebiet beherrscht haben. Der Felsen ist ein beliebter Aussichtspunkt Sicht auf Gröden und die Puez-Geisler-Gruppe.


Gollnerkreuz
Gollerkreuz

Man kann sich nicht satt sehen, aber es geht weiter und bald erreicht man als nächste Station auf unserer Rundwanderung das Gollerkreuz [2104m]. Hier hat der Wanderer eine herrliche Aussicht auf Kastelruth.

Nur ein kurzes Stück weiter und man ist an der in einer Mulde gelegenen Arnika-Hütte [2061m] angekommen. Spielt das Wetter mit, ist sie ein beliebiger Wandertreff auf der Seiser Alm und so bei prächtiger Stimmung, kann ein 1/4 Roter auch nicht schaden.


Ganz in der Nähe der Hütte kommt der Steig herauf aus Richtung Kastelruth. Dieser führt über Marinzen, der Schafstall-Hütte und vorbei an der Tschonadui-Alm auf das Höhenplateau Seiser Alm.

Das letzte Stück dieser Rundwanderung führt zur Puflatsch-Hütte und zum Abschluß weiter zurück nach Compatsch,

Barbian - Wandern im Eisacktal

über das Huber Kreuz zum Rittner Horn

Barbian zwischen Brixen und Bozen im unteren Eisacktal gelegen, liegt an der Südostseite der Sarntaler Bergruppe. Der Ort 830 m hoch gelegen bietet einen herrlichen Blick in das Eisacktal.

Eisacktal
Eisacktal
Kirche Barbian
Kirche von Barbian

Start der Wanderung war an der Kirche von Barbian mit seinem schrägen Turm. Die Route [3] führte uns aus dem Ort hinaus, auf ca. 1390 m Höhe angelangt wurde der Weg verlassen und es ging parallell zur Stangenwand hinauf zum Huber Kreuz auf 1600 m.

am Gipfel
... kurz vor dem Gipfel

Über den Weg [4] bis Neuhäusler auf 1849 m, vorbei an der Latschenbrennerei bis zum Weg [3], den man vorher verlassen hatte. Auf diesem Weg geht es zum Siebenbrunnen auf 2052 m Höhe.Das letzte Stück zum Gipfel ging über Geröll und Felsbrocken, aber gut zu bewältigen und schließlich stand man am Gipfelkreuz des Rittner Horn.

Rittnerhütte
Rittner-Horn-Haus

Das Rittner Horn ist ein 2.260 m hoher Berg in den Sarntaler Alpen. Der Gipfel, auf dem sich das Rittner-Horn-Haus befindet, liegt auf dem Gemeindegebiet von Barbian. Schaut man sich um, so gibt es keinen höheren Berg der den Ausblick versperrt kann, dem Wanderer bietet sich eine 360 Grad Panorama-Aussicht an. Hat man gutes Wetter reicht die Fernsicht vom österreichischen Großglockner über die gewaltigen Gipfel der Dolomiten bis zu den Bergen der Ortler-Alpen. Allein wegen des traumhaften Blickes war die Wanderung auf das Rittner Horn ein bleibendes Erlebnis.


Erste Station des Rückweges war das Unterhornhaus(2044m), wem es oben am Rittner Horn zu windig ist sollte hier eine Rast einlegen. Der weitere Abstieg geht über den Steig [0] hinunter bis zur Laischenbrennerei, dann über den vom Aufstieg bekannten Weg [4] weiter Richtung Huber Kreuz, das aber oberhalb passiert wurde. Als nächstes Ziel wurde Briol erreicht. Hier ist ein Stopp am Gasthof und Hotel Briol einfach Pflicht, und nicht vergessen sollte man, sich einen köstlichen Holundersaft zu bestellen.

Während des gesamten Abstieges mußte man einfach immer wieder stehen bleiben. denn ein herrlicher Ausblick auf das gegenüberliegende Grödnertal mit seinen Dolomiten hat der Wanderer stetig vor Augen.

Dreikirchen
Kapellen Bad Dreikirchen
Dreikirchen
.. die Kapellentürme

Wir folgen dem Wanderweg [4] und es ist nicht mehr weit bis zu den drei Kirchen in Bad Dreikirchen. Der Weiler Bad Dreikirchen ist berühmt durch seine drei gotische, zusammenhängend gebauten Kapellen. Hier herrscht Ruhe, autofrei, denn Dreikirchen ist nur zu Fuß oder über für den öffentlichen Verkehr gesperrte Forstwege erreichbar, ein touristisches Kleinod.


Das letzte Stück der Wanderung führt den Wanderer immer mit einem Blick in das Eisacktal zurück nach Barbian.

Und wenn man viel Glück hat und das Wetter mitspielt, schaut man Abend über das Eisacktal und entdeckt ein grandioses Naturschauspiel, das Alpenglühen .....

Alpenglühen

Das Alpenglühen bezeichnet die besondere Wirkung, die das Streulicht des Sonnenuntergangs im Gebirge hat. Die Felshänge reflektieren dabei dieses Licht rot, während der Vordergrund bereits im Dunkeln liegt.


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