Rhön

... wandern im Gebiet der Wasserkuppe

Gersfeld in der Rhön war der Startort der Wanderungen im Gebiet der Wasserkuppe. Wie schon häufig waren diese Wandertage für die letzte Aprilwoche geplant. War man sonst vom Wetter verwöhnt, hat es der Wettergott diesmal ziemlich arg mit uns Wanderer gemeint. Kalter, böiger Wind mit Schnee und Hagel. Aber diese ungemütliche Wetterfront hatte ja ganz Deutschland im Griff. Gab eine Wolkenlücke mal den Himmel frei, freute man sich über ein paar Minuten wärmenden Sonnenschein. Zum Abschluß gab es dann bei der letzten Wanderung als "Krönung" ein stürmisches, heftiges Schneestreiben. Aber was sollte es, man wollte ja wandern und so mußte man da durch.

Gersfeld

Gersfeld, ein Kneipp-Heilbad, liegt mitten im Biosphärenreservat Rhön. Unweit der Stadt liegt die Quelle der Fulda, Hessens längstem Fluß. Viele Wanderwege haben ihren Ausgangspunkt in Gersfeld oder kreuzen die Stadt.

Hauptanziehungspunkt ist der mitten in der Stadt liegenden Schlosspark. Am südlichen Rand des Schlossparks liegt das Barockschloss von 1740. Ferner befinden sich im Bereich des Schlossparks noch das zuerst als Wasserburg gebaute Obere Schloss aus 12. Jahrhundert und das Mittlere Schloss aus dem Jahr 1560. Im leicht erhöhten nördlichen Teil des Schlossparks liegt die 1908 im Jugendstil erbaute Parkvilla.

Sehenswert sind auch die zwischen 1780 und 1788 im Barockstil erbaute Pfarrkirche und die Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert am Historischen Marktplatz.

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Gersfeld
Schloß Gersfeld
Gersfeld
Wandergruppe im Schloßpark Gersfeld
Wanderung zur Wasserkuppe
  • ... in der Nacht fand der angekündigte Wetterwechsel statt, Temperatursturz, starker böiger Wind und Schneefall.
  • Start der Wanderung zur Wasserkuppe
  • durch die Kaskaden-Schlucht, wandern auf dem wildromantischen Wanderweg im dichten Buchenwald, entlang eines Baches der auf einem Buntsandsteinbett dahin rauscht
  • Kaskadenschlucht
    Kaskadenschlucht
    Kaskadenschlucht
    Ende der Kaskadenschlucht

    Aussichtsturm Rotes Moor
    Aussichtsturm Rotes Moor
  • Rotes Moor, das zweitgrößte Hochmoor der Rhön. Das Rote Moor ist ein Naturschutzgebiet und so ein wesentlicher Bestandteil des Biosphärenreservates Rhön. Mit einer Größe von etwa 50 Hektar Gesamtfläche ist das Rote Moor nach dem Schwarzen Moor das zweitgrösste Hochmoor der Rhön und gleichzeitig das größte Hochmoor in Hessen.
    Über einen mit Lehrtafeln bestückten Bohlenpfad gelangt man zum Aussichtsturm Rotes Moor, der Turm bietet einen sehr schönen Blick über das Rote Moor und lässt auch die ehemaligen Abbauflächen gut erkennen.
  • Fuldaquelle
    Fuldaquelle
    Fuldaquelle

    sie entspringt, eingemauert mit schönen Basaltstein, unterhalb der Wasserkuppe, die Inschrift der Tafel an der Quelle hat folgenden Text:

    Hier halte Rast! Dich labt die Quelle
    der Fulda, die mit klarer Welle
    den Berggruss rauschend trägt einher,
    sie wächst zur Werra hingezogen,
    zum deutschen Strom und senkt die Wogen.
    als Weser schiffbelebt ins Meer.

  • Ankunft Wasserkuppe, dem höchsten und neben dem Kreuzberg wohl bekanntesten Berg Hessens.
  • Wasserkuppe
    Wasserkuppe
  • Die Wasserkuppe, durch die lange Tradition des Segelfluges auch "Berg der Flieger" genannt, ist mit seinen 950 m üNN die höchste Erhebung der Rhön.
    Die Wasserkuppe gilt auch als die Wiege des motorlosen Fluges. Seit dem Jahr 1920 werden auf der Wasserkuppe Flugschüler ausgebildet.
    Heute findet auf der Wasserkuppe ein sogenannter Mischflugbetrieb statt, so nutzen Segel- und Motorflieger die verschiedenen Start- und Landeplätze der Wasserkuppe.
  • weiter zum 950 m hohem Gipfel der Wasserkuppe, mit dem Aussichtsplatz an der Radomkuppel
    [Info: Ein Radom, auch als Radomkuppel bezeichnet, ist eine geschlossene Schutzhülle, die Antennen für Messungen oder für Datenübertragungen vor äußeren chemischen Einflüssen sowie Wind oder Regen schützt. ]
  • Aussichtsplatz an der Radomkuppel
    Aussichtsplatz an der Radomkuppel
    Fliegerdenkmal
    Fliegerdenkmal
    der Bronzeadler
    ...der Bronzeadler

  • westseits des Aussichtsplatzes liegt das 1923 errichtete Fliegerdenkmal, zum Andenken an die gefallenen Piloten des Ersten Weltkrieges (1914-1918)
  • hier trennte sich die Gruppe, ein Teil nahm den Bus nach Gersfeld, der Rest wanderte zurück
  • die Wanderroute führte über das Gebiet von Oberhof und Mittelhof nach Gersfeld

mittelschwere Wanderstrecke mit 20 km Länge

Wanderung zum Wachtküppel
  • ... nachts ergiebiger Schneefall
  • die Überraschung der Nacht
    ... die Überraschung der Nacht
    Hotelanlage
    Hotelanlage

  • Start der Wanderung zum Wachtküppel im Schlosspark von Gersfeld. Die Markierung schwarzes "W" auf weißem Grund führt die Wanderer auf dem Weg zum Wachtküppel
  • ... der Ort Schachen
    ... der Ort Schachen
  • Wachtküppel (705 m) - Der Wachtküppel wird im Volksmund auch "Lausbub der Rhön" genannt. Ein steiler Basaltkegel mit einem Holzkreuz auf dem Gipfel, von dessen unbewaldeter Kuppe man eine herrliche Aussicht auf die gesamte Rhön hat.
    Der Aufstieg war nicht ganz so einfach, hatte doch der Schneefall der Nacht dem Gipfel eine ca. 20 cm hohe Schneeschicht verpaßt.
  • Wachtküppel
    ... das Ziel, der Wachtküppel
    Wachtküppel
    ...der Wachtküppel
    Wachtküppel
    Abstieg vom der Wachtküppel

  • Am Fuße des Berges befindet sich die auch als Kapelle am Wachtküppel bezeichnete Wendelinuskapelle, hier wurde ein trockenes Plätzchen zur Rast gefunden.
  • dann ging es weiter, vorbei am Waldgasthof Wachtküppel und der bekannten Rhön-Akademie Schwarzerden, in Richtung Ruine Ebersberg
    Die Burg Ebersburg ist die Ruine einer Höhenburg in der Gemeinde Ebersburg, die ihren Ursprung aus der Zeit um 1100 hat. Sie liegt gut 6 km Kilometer südwestlich der Wasserkuppe auf 689 m u.NN auf dem Ebersberg.
  • ... an der Waldarbeiterhütte
    ... an der Waldarbeiterhütte
  • in dem Ort Rabenest entschieden keinen Aufstieg zur Ruine zu machen, da die Wetterbedingungen zu schlecht waren
  • auf aufgeweichten Waldwegen ging es Richtung Fuldatal, unterwegs bot sich zur Rast eine Waldarbeiterhütte an - "Sauhütte" wie das Schild an der Hütte verriet.
  • gestärkt ging es weiter Richtung Fulda nach Altenfeld
    hier trennte sich die Gruppe. Der größte Teil fuhr mit der Bahn zurück nach Gersfeld, der Rest wanderte durch Fuldatal nach Gersfeld und das zum Erstaunen bei kurzzeitigem Sonnenschein.

einfache/mittelschwere Wanderstrecke mit 22 km Länge

Wanderung zum Kloster auf dem Kreuzberg

Der "Heilige Berg der Franken" zählt mit seinen 932m ü. NN neben der Wasserkuppe zu den höchsten Bergen der Rhön. Nicht nur als Wallfahrtsort ist der Kreuzberg bekannt, auch das weltberühmte Klosterbier zieht scharenweise "Pilger" an.

  • Abfahrt mit Bus nach Oberweissenbrunn
  • Ziel war zuerst das Franziskanerkloster mit der Klosterbrauerei und der Gnadenkirche. Später sollte es hinauf auf dem Kreuzberg, 928 m ü.NN mit den Wallfahrtsstationen und der Kreuzigungsgruppe auf dem Gipfel sein.
  • Start der Wanderung
  • ... durch den Schnee
    ... durch den Schnee
  • der Sturm und der Schneefall wurden stärker, Schneeverwehungen machen die Orientierungen immer schwieriger
  • Klosteranlage
    Klosteranlage
  • gut einem Kilometer vor der Kloster waren die Wanderwege nicht mehr zu erkennen, es mußte auf die Straße ausgewichen werden
  • Ankunft im dichten Schneetreiben an der Klosteranlage und in der Klosterbrauerei
  • Ausgiebige Rast in den Klostergemäuern. Seit 1620 werden Pilger und Wanderer auf den Kreuzberg von den Franziskanern bewirtet. Das viel gerühmte Klosterbier wird von den Franziskanern seit 1731 an Ort und Stelle gebraut.
  • anschließend Besichtigung der 1681 - 1692 von den Franziskanern errichtete Wallfahrtskirche
  • Klosterkirche
    Klosterkirche
    Klosterkirche
    Altar der Klosterkirche

  • weder zur Grotte noch weiter zum Gipfel aufzusteigen war unmöglich, Einheimische haben aufgrund der Wetterbedingungen dringend davon abgeraten. So war es uns nicht möglich, die auf dem Gipfel des Kreuzberges stehende Kreuzigungsgruppe zu sehen, eine der wohl am häufigsten fotografierten Motive der Rhön.
  • Klosterbrauerei
    Innenhof der Klosterbrauerei, kein Biergartenwetter
  • Wanderungen abbrechen kratzt ja manchmal am Stolz der Wanderer, aber diesmal siegte der Verstand; daher Abruch der Wanderung und lieber sicher mit dem Anruftaxi zurück ins Hotel.

gekürzte Wanderstrecke mit 5 km Länge

Links zu den ersten zwei Wanderungen die bei wandermap.net mit dem Tourenprofil hinterlegt sind:

Wanderung zur Wasserkuppe
Wanderung zum Wachtküppel

gewandert: 2016


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