Zypern

... wandern im Nord-Westen von Zypern

Zypern, die Insel der Aphrodite ist aufgrund Ihrer faszinierenden Küsten, Wald- und Berglandschaft ein wahres Wanderparadies. Dazu die frische Bergluft und der Duft von Zedern-, Pinien-, Zypressen- und Kiefernwälder sind ein einmaliges Erlebnis.

Wandern auf Zypern

Ausgangspunkt der Wanderungen war das Hotel Akamanthea Holiday Village im Nordwesten der Insel zwischen den Orten Polis und Lachti gelegen. Die Wandertouren waren organisiert und die Anfahrten und auch die Rückfahrten wurden mit einem Kleinbus durchgeführt. Die Größen der Wandergruppen waren beschränkt, bezogen auf die Kapazität des Kleinbusses.

Das Wetter spielte hervoragend mit, vielleicht ein bißchen zu viel des Guten. Es war Mitte Oktober und die Temperaturen von bis zu 30 Grad im Schatten waren selbst für Zyprioten um diese Jahreszeit ungewöhnlich.

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1. Wanderung

... im Cedar Valley zum Tripylos auf 1.362 m Höhe

  • Fahrt mit dem Bus über Peristerona und Lysos in den Pafos-Wald (Pafos Forest), dem größten und schönsten Kiefernwald der Insel. Er ist ein Teil des Troodos-Bergmassiv. Das vulkanische, waldreiche Troodos liegt im Landesinneren mit dem 1.952 m hohem Olympos als höchstem Berg Zyperns.
  • Ein erster Stopp wurde bei den Zypern Mufflons in der Nähe der Forststation Stavros tis Psokas eingelegt. Zypern ist die Heimat Zypern Mufflons, die ein nationales Symbol des Landes sind.

    Das Muffelwild ist geschützt und ist hier in Paphos Wälder zu sehen. Sie sind aber schwer zu entdecken, denn die Farbe ihres Fell ist eine hervorragende Tarnung.
  • Der zweite Stopp war bei Selladi tou Stavrou. Hier startete eine Rund-Wanderung von ca. 2.5 km Länge auf dem Selladi tou Stavrou-Wanderweg.


    Bekanntschaft mit einem Waldbewohner der besonderen Art und wie sich hinterher herausstellt, eine giftige Schlange.
  • Nach dieser schönen kurzen Rundwanderung nur noch ein kurzes Stück mit dem Bus und der Startpunkt der Wanderung zum Tripylos war erreicht, der Hauptwanderung des Tages. Diese Wanderroute ist Teil des Europäischen Fernwanderweges E4. Mitten im Cedar Valley ging es nun stetig ansteigend hinauf bis zur Feuermeldestation auf den Chorteri. Es waren am Ende ca. 2,5 km. Ein herrlicher Rundblick über das Cedar Valley und das Stavros-Tal war der Lohn.


    Trotz der doch sehr hohen Temperaturen war die frische Bergluft und der Duft von Zedern-, Pinien-, Zypressen- und Kiefernwälder ein bleibendes Erlebnis. Bizarre Zypern-Zedern und Kiefern wechseln einander auf grosser Höhe ab. Ein Baum, der in dieser Art nur auf Zypern zu bewundern ist, ist die bis zu 30 Meter hoch werdende Troodoskiefer.
  • In gleicher Streckenlänge ging es zur anderen Seite bergab bis zum Park- und Rastplatz mit einer Trinkwasserquelle an der Cedar Valley Road.
  • anschließend Rückfahrt zum Hotel Akamanthea Holiday Village

2. Wanderung

Die zweite und dritte Wanderung waren erlebnisreiche Wandertouren auf der unter Naturschutz stehenden Halbinsel Akamas an der Nord-Westküste Zyperns. Diese Wege sind von den Forstbehörden als Naturlehrpfade angelegt worden. Die wilde Schönheit des Naturparadieses der nordwestlichen Halbinsel wird von keinerlei menschlicher Siedlung gestört. Wer die Touren erwandern möchte, sollte jedoch unbedingt festes Schuhwerk anziehen.

... über die Akamas-Halbinsel und zur Avakas Schlucht

  • Fahrt mit dem Bus zum Startpunkt der Wanderung.


    Dieser lag mitten in den Weinfelder ca.3 km westlich von Kathikas auf einwer Höhe von ca. 550 m Höhe. Natürlich bot sich eine Kostprobe der Weintrauben an.
  • Über breite Wege ging die Wanderung auf einem Plateau in Richtung Mittelmeer. Allerdings waren die Wege von den letzten Regengüssen arg betroffen, auf Geröll und viele viele Rinnen, die die Wassermassen hinterlassen hatten, galt es aufzupassen. Aber die Landschaft bot eine Vielzahl an geologischen Formationen.



    Die Vegetation auf Zypern ist einmalig. Wilde Johannisbrot- und Olivenbäume und blühende Oleander zieren den Wegesrand. Hier blühen sehr viele endemische [Hinweis: ausschließlich in einem bestimmten Gebiet vorkommende] Pflanzen wie zum Beispiel Wacholderbüsche oder wilde Orchideen und wilde Tulpen.
  • Bald sah man das Meer und unweit der Küste leuchtete eine kleine ganz in weiß gehaltene Kirche vor uns auf. Nach gut 7 km Wanderung war die kleine Kapelle erreicht. Sie lag nur ca. 1000 m von der Küste unweit des Ortes Ágios Geórgios. Aber am angenehmsten war, das sie neben den Tisch und Bänken unter einem Baum auch auf der Schattenseite ein Plätzchen für die Rast bot.


    Als Wanderer war man überrascht über die gepflegte Anlage, inklusiv einer sanitären Einrichtung. Nicht zu vergessen die Vielzahl der Sträucher und Blumen, welche die gesamte Anlage umsäumten.
  • Nach der Rast ging es weiter zum Hauptziel der Wanderung, zu der Avakas Gorge Schlucht. Vorbei an Bananenplantagen, dabei wieder auf dem Europäischen Fernwanderweg E4, zum westlichen Eingang der Schlucht in dem Ort Agios Georgios.
  • Avakas Gorge, die Avakas-Schlucht - Die Avakas Gorge Schlucht beginnt etwa 1 km vor der Einmündung des kleinen Flusses Avgas ins Mittelmeer. Diese Schlucht führt die Besucher über eine Länge von etwa 3 km und durch zum Teil sehr enge Passagen mit über 30 m hohen steil anteigenden Felswände tief in Felsformationen hinein.

    Der kleine Fluß hat sich im Lauf von Jahrtausenden durch den Kalkstein gefräst. Der Weg ist teilweise sehr rutschig und für den Wanderer sei festes Schuhwerk und vernünftige Kleidung dringend empfohlen. Bei wolkenbruchartigen Unwetter wird der Avgas, bedingt durch die Enge der Schlucht, zu einem reißenden Gewässer. Dann ist Vorsicht geboten.

    Das Gebiet der Avakas Schlucht zeichnet sich durch eine Pflanzenvielfalt aus. Hier gedeiht neben Kiefern, Wacholderbeeren, Zypressen, wilden Feigen- und Johannisbrotbäumen auch die Centauria akamantis, eine einheimische Pflanze, die nur hier wächst. Die extrem seltene einheimische Centauria akamandis mit ihren purpurroten Blüten, die im Frühjahr blühen, ist eine wahre Rarität.

  • Den Höhepunkt der Wanderung durch die Schlucht bildete die ca. 500 Meter lange, wildromantische Hauptschlucht.


    An einigen Stellen waren die Durchgänge gerade einmal ein bis zwei Meter breit. Beeindruckend war es auch, wenn man den Blick nach oben richtete.


  • Nach Durchwanderung der Hauptschlucht ging es zum Ausgangspunkt zurück.
  • Rückfahrt entlang der Küste, an dem Orten Peyia und Katikas vorbei zurück zum Hotel Akamanthea Holiday Village

3. Wanderung

... auf dem Adonis- und Aphrodite-Trail

  • Westlich und südlich von Pólis erstreckt sich die Akámas-Halbinsel ins Mittelmeer und bildet die nordwestliche Grenzregion Zyperns. Um die wilde Schönheit der nordwestlichen Halbinsel zu erleben, gibt es drei Naturlehrpfade. Die Pfade oder Trails, Aphrodite, Adonis und Smiegiies, sind nach Gestalten der griechischen Mythologie benannt worden. Zwei dieser Naturpfade waren die Wegführung der heutigen Wanderung.
  • Mit dem Bus ging es durch den Badeort Lachti bis kurz vor dem Ort Aphroditebad.
  • Die Wanderung war fast eine Rundwanderung und ging zuerst über den Adonistrail und dann über den Aphrodite-Trail.
    Es ist ein Naturschutzgebiet von unvergleichlicher Schönheit. Alle geologischen Formationen der Insel sind hier vereinigt.
  • Der Start begann sofort mit einer kräftigen Steigung und so ging es die nächsten 3 km weiter, wobei besonders das letzte Stück es in sich hatte.
  • Dann war es aber geschafft und steile Anstiege waren für den Tag vorbei. Anderthalb Kiliometer weiter gelangte man zu den Ruinen der Pyrgos tis Rigainas "Burg der Königin"
  • Bei den Ruinen verbindet sich der Adonis Tail dann auch mit dem Aphrodite Trail. Der bei den Ruinen der Burg der Königin liegende Brunnen führt allerdings kein Trinkwasser, auch wenn er oft als Trinkwasserbrunnen beschrieben wird. Also, nicht trinken! Eine andere Sehenwürdigkeit, die auch erwähnt werden sollte, ist die auf einer Lichtung stehende, gut 500 Jahre alte imposante Eiche.
  • Nach kurzer Rast setzten wir unsere Wanderung fort und genossen die weite Sicht über die Akamashalbinsel sowie das türkisfarbende Mittelmeer. Ein schöner Farbkontrass war der Wanderweg mit seiner roten, eisenhaltigen Erde.


    Der Abstieg mit den vielen wunderschönen Ausblicken über die Chrysohou Bucht führte zum Bad der Aphrodite. Ein Ort voller Mythen und Geheimnissen.
  • Und Aphrodite, die Göttin der Schönheit, wurde sicher nicht zufällig hier geboren. Sie hat die Insel mit all den herrlichen Blumen ausgestattet, die heute Pflanzenfreunde aus der ganzen Welt begeistern
  • Kurz vor dem Ort Aphroditebad und dem Ende der Wanderung wurde das "Bad der Aphrodite" besucht, ein natürliches Wasserbecken mit einer Quelle unter einem Felsüberhang. An dieser Stelle soll Aphrodite ein heftiges Liebesabenteur mit Akamas, dem Sohn des Theseus, gehabt haben. Das Wasser soll wie ein Liebestrank wirken, erzählt man. Aphrodite war ja bekanntlich keine Kostverächterin.

  • Die letzten Meter bergab und im Ort bestand die Möglichkeit einzukehren. Wer wollte konnte die vielen Stufen hinab zum Strand nehmen um ein erfrischendes Bad zu nehmen oder um zumindest die Wanderfüße zu erfrischen.
  • Rückfahrt über die Küstenstraße zum Hotel Akamanthea Holiday Village.

Links zu den Etappen die bei wandermap.net mit dem Wanderprofil hinterlegt sind:

Wanderung im Cedar Valley zum Tripylos

Wanderung zur Avakas Gorge Schlucht

Wanderung auf dem Adonis- und Aphrodite-Trail

gewandert: im Oktober 2015


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