Flagge Litauen
Litauen
Flagge Lettland
Lettland
Flagge
Estland

Baltikum

... eine kurze Baltikumreise durch Litauen, Lettland und Estland.

Es war eine kurze Stippvisite mit dem Schwerpunkt die Hafenstadt Klaipeda in Litauen sowie die Hauptstädte Riga von Lettland und Tallinn von Estland kennen zu lernen und um einen ersten Eindruck von den jungen Republiken zu bekommen. Wissenswertes über die Städte und Regionen wurden auf eindrucksvolle Weise von Stadtführern und Gästebetreuern vermittelt und näher gebracht.

Das Baltikum als Land gibt es eigentlich nicht. Der Begriff wird im Allgemeinen für die Länder Estland, Lettland und Litauen verwendet. Diese sind jedoch alle eigenständige Nationen mit einer sehr unterschiedlichen Kultur.

Litauen

Klaipeda  -   Klaipeda ist die drittgrößte Stadt in Litauen mit etwa 183.000 Einwohnern liegt in der Nähe der Kurischen Nehrung. Die Anreise nach Klaipeda war mit der Fähre von Kiel aus. Der Hafen in Klaipeda, der meist das ganze Jahr über eisfrei ist, spielt eine wichtige Rolle bei den Fährverbindungen und auch im Wirtschaftverkehr.

Altstadt von Klaipeda
Altstadt von Klaipeda

In der Altstadt von Klaipeda sind zahlreiche restaurierte Fachwerkhäuser aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten. Der Theaterplatz im Herzen der Altstadt von Klaipeda, ist einer der beliebtesten Treffpunkte. Hauptattraktionen sind das Stadttheater und der Simon-Dach-Brunnen, auf dem sich das Wahrzeichen der Stadt Klaipeda befindet: das Denkmal "Ännchen von Tharau". Simon Dachs bekanntestes Werk ist eben das Volkslied "Ännchen von Tharau".


Segelschiff Meridianas
Segelschiff "Meridianas"

Segelschiff Meridianas Klaipeda - Eine weitere Sehenswürdigkeit in Klaipeda ist das Segelschiff "Meridianas". Dieser Segler diente früher als Schulschiff. Heute liegt die "Meridianas" am Ufer der Dane und dient als Restaurantschiff.

Sehenswert sind auch das in umittelbarer Nähe vom Segelschiff stehende größte Granitdenkmal in Litauen die "Arche", mit 150 Tonnen Gewicht und 8,5 m Höhe und der interessanteste Skulpturenpark.


Kurische Nehrung  -   es gibt viele faszinierende Landschaften, von denen die Kurische Nehrung mit ihren bizarren Wanderdünen sicherlich am bekanntesten ist. Die Kurische Nehrung ist eine schmale, aber fast hundert Kilometer lange Landzunge, die das Haff von der Ostsee trennt, von dem heute 52 km zu Litauen und 46 km zu Russland gehören. An der schmalsten Stelle ist die Nehrung 400 Meter breit und an der breitesten rund vier Kilometer.

Kurische Nehrung
Kurische Nehrung

Die Nehrung besteht ausschließlich aus Sand mit riesigen Wanderdünen. Zu den größten Attraktionen der Nehrung zählt zweifelsohne Nida, mit seinen bis zu 60 Meter hohen Dünen, die sich heute bis hin in den russischen Teil der Nehrung erstrecken. Der sensible Landstreifen ist seit 1991 ein Nationalpark und von litauischer Seite gelangt man nur durch eine Fährverbindung von Klaipeda auf die Nehrung.

Bernstein das Gold der Ostseeküste. Gerade im Bereich der Kurischen Nehrung suchte man früher nach Bernstein, einer der ältesten Schmucksteine. Auch heutzutage kann man, am besten nach stürmischen Wetter, selbst Bernstein suchen und ihn auch finden.

Thomas Mann Haus in Nida
Thomas Mann Haus in Nida
Thomas Mann Haus in Nida

Thomas Mann Haus in Nida - Thomas Mann kam im Jahr 1929 zum ersten Mal auf die Kurische Nehrung. er war begeistert von der Dünenlandschaft, der Idylle von Meer und Haff, sodass er beschloss, sich ein Ferienhaus in Nida bauen zu lassen. Auf der Kurischen Nehrung, wo er sein Ferienhaus gebaut hat, verbrachte er drei Sommer hintereinander.


Berg der Kreuze  -  ein katholisch und touristisch geprägter Wallfahrtsort in Litauen. Der Berg liegt ca. 12 km nördlich von Siauliai (deutsch: Schaulen) 1,5 km östlich der Fernverkehrsstraße A12, die von Siauliai über Joniskis nach Riga führt.

Berg der Kreuze
Berg der Kreuze

In den Jahren 1941 bis 1952 haben viele Litauer im Gedenken an ihre Angehörigen, die nach Sibirien verschleppt worden sind, Kreuze aufgestellt. Die sowjetische Regierung hat seit 1961 mehrfach den Berg zerstören lassen. Über Nacht wurden jedes Mal immer wieder viele neue Kreuze aufgestellt.

Seit 1988 ist der Berg der Kreuze wieder Eigentum von Litauen und zieht Besucher aus der ganzen Welt an. Es sollen bereits über einhundert tausend verschiedene Kruzifixe, Gebetstöcke, Skulpturen der Heiligen sowie Bilder mit aufgehängten Rosenkränzen auf dem Berg der Kreuze gezählt worden sein.

Lettland

Riga  -   die Hauptstadt Lettlands ist ein baltisches Kleinod, die Stadt liegt am Fluss Düna, nicht weit von der Rigaer Bucht entfernt.

Im Zentrum der Altstadt, gegenüber der Steinbrücke, liegt der Marktplatz an dem sich das Rathaus sowie das Schwarzhäupterhaus befinden.

Riga - Rathaus
Riga - Rathaus
Schwarzhäupterhaus
Schwarzhäupterhaus

Schwarzhäupterhaus - Die Schwarzhäupter waren Vereinigungen zumeist norddeutscher Kaufleute in den baltischen Städten Riga, Reval, Pernau und Dorpat die aus den zuvor bestehenden lokalen Bruderschaften hervorgegangen waren. Es diente ferner sowohl den Kaufleuten als auch der Bürgerschaft Rigas für Zusammenkünfte. Das im gotischen Stil errichtete Haus verziert mit Skulpturen und Reliefs an der Giebelfassade und mit einem steilen Giebeldach, dessen First die stattliche Höhe von 27 Metern besitzt.

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Riga und seine Kirchen, wie der Dom zu Riga, der die Kathedralkirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands ist oder die St. Petri Kirche einer der imposanten Backsteinbauten in Riga.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Pulverturm, ein Schießpulverlager aus dem 17. Jahrhundert und die Wöhrmannsche Garten, die älteste öffentliche Parkanlage der Stadt. Ein bezauberndes Ensemble sind die drei Brüder, ein Wohnkomplex aus drei Wohnhäusern, die jeweils aus unterschiedlichen Jahrhunderten stammen.

Der Domplatz, im Herzen der Altstadt von Riga, ist der größte Platz der Altstadt. Am Platz finden Sie die besten Straßencafes und Kneipen der Stadt. Das historische Speicherviertel wurde in ein modernes Kulturzentrum verwandelt.

Die Neustadt im Jugendstil - Etwa ein Drittel des Stadtzentrums von Riga ist im Jugendstil erbaut worden, was Riga zur Hauptstadt des Jugendstils in Europa macht. Die wichtigsten architektonischen Beispiele für den Jugendstil in Riga sind die zahlreichen repräsentativen Gebäude in der Elizabetes und der Alberta Straße.

Riga
Riga - die Neustadt ...
Riga
... im Jugendstil

Estland

Tallinn  -   Tallinn ist die Hauptstadt von Estland und liegt am Finnischen Meerbusen der Ostsee, rund 80 Kilometer südlich von Helsinki.

Tallinn
... das Panorama von Tallinn

Der Stolz Tallinns ist zweifellos die mittelalterliche Altstadt, die inzwischen zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben wurde. Die gesamte Altstadt liegt innerhalb der Stadtmauer mit ihren verstreut angeordneten Kontrolltürmen und Pforten. Mit seiner knapp 2000 Meter langen Stadtmauer verfügt Tallinn über eine der besterhaltenen mittelalterlichen Verteidigungssysteme in Europa und diese Stadtmauer ist auch deshalb eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Tallinn
Kontrolltürme der alten Stadtmauer
Tallinn
... im Zentrum der Altstadt

Im Mittelalter war Tallinn eine der am besten befestigten Städte an der Ostsee. Das Zentrum bildet der Rathausplatz, der vom gotischen Rathaus und anderen stattlichen Gebäuden umschlossen wird. Von diesem Zentrum zweigen sie ab, die verschlungene Gassen mit Pflastersteinen und ihren eisernen Straßenlampen sowie Gotische Türme und mittelalterliche Märkte.


An der Ostseite des Dombergs befindet sich eine große Aussichtsplattform von der man einen unvergesslichen Ausblick auf die Stadt hat. Schön zu erkennen ist der Mix aus historischer Atmosphäre der Altstadt und modernster Geschäftskultur in Tallinn. Es ist gelungen wie sich die moderne Stadt Tallinn um die mittelalterliche Altstadt Tallinns entwickelt hat.

Tallinn
Tallinn - Blick über das "Alte"...
Tallinn
... und das "Moderne"

Heute sind viele der Kirchen Tallinns wahre architektonische Schätze, aber eine ist ein Highlight der mittelalterlichen Altstadt Tallinn.

Alexander-Newski-Kathedrale
Alexander-Newski-Kathedrale

Die Alexander-Newski-Kathedrale - Dieses spektakuläre Gebäude mit Zwiebeltürmen auf dem Domberg ist Estlands Hauptkathedrale des russisch-orthodoxen Glaubens. Die 1900 errichtete Kathedrale, sollte sie auch Symbol für die religiöse und politische Vorherrschaft des Reiches im Baltikum sein. Es handelt sich auch um die größte und opulenteste orthodoxe Kirche in Tallinn.


Türme der Lehmpforte
Türme der Lehmpforte

Die zwei malerischen Türme der Lehmpforte sind Überreste eines sehr viel größeren Pfortensystems aus dem 14. Jahrhundert. Die Pforte befindet sich im östlichen Teil der Stadtmauer. Heute ist diese Pforte einer der Haupteingänge durch die Stadtmauer in die Altstadt.


Die Tallinner Sängerfestwiese - Hier begann 1988 mit der Singenden Revolution - einer gewaltigen musikalischen Demonstration gegen die Sowjetherrschaft - der Weg in Estlands Unabhängigkeit. Die Festwiese hat eine im Jahr 1959 erbaute Konzertarena im Freien. Das ganze Jahr hindurch finden hier große Konzerte und Festivals statt. Hier wird auch alle 5 Jahre das berühmte Sänger- und Tanzfest veranstaltet - ein unvergessliches Erlebnis mit bis zu 34 000 aktiven Mitwirkenden.

Festwiese und  Konzertarena
Festwiese und Konzertarena

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